Sturzvorbeugung

Im Alter versteht man besser die Unglücksfalle zu verhüten, in der Jugend sie zu ertragen.

Arthur Schopenhauer

 

Stürze sind kein unabwendbares

Schicksal

Mehr als ein Drittel aller über 65-Jährigen stürzt einmal im Jahr, bei den über 80-jährigen ist es sogar fast die Hälfte. Insgesamt werden in der Bundesrepublik Deutschland jedes Jahr rund fünf Millionen Stürze älterer Menschen gezählt, wobei es in jedem zehnten Fall zu behandlungsbedürftigen Verletzungen kommt. Rund 200.000 Krankenhausaufenthalte von Seniorinnen und Senioren gehen auf das Konto von Stürzen im häuslichen oder institutionellen Umfeld. Von 1996 bis 2001 sind die sturzbedingten Frakturen in der Bundesrepublik Deutschland von 100.000 auf 120.000 angestiegen. Neben jedem persönlichen Schicksal der Betroffenen waren in den vergangenen zehn Jahren Mehrkosten von einer Milliarde Euro für die Versorgung der Betroffenen zu tragen. Dass Stürze oder Mobilitätsverluste jedoch kein unabwendbares Schicksal sind, wird durch viele Studien belegt. Es gibt einfache und sinnvolle Maßnahmen, diese Gefahr deutlich zu reduzieren – angefangen beim Training von Kraft und Gleichgewicht sind Wohnraumanpassung, die Auswahl der Schuhe, die Medikation oder die regelmäßige Kontrolle der Sehfähigkeit kleine Bausteine zum Erhalt der Lebensqualität.

Die Bedeutung von Programmen zur Sturzprävention beziehungsweise Mobilitätsverbesserung findet ihren Ausdruck in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen oder auch dem Gesundheitsbericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2004. Zur weiteren Vertiefung sei auf ein Modellvorhaben zur Mobilitätsverbesserung und Sturzprävention in Ulm ausden Jahren 2002 bis 2005 hingewiesen. Hierbei konnten die Stürze älterer Menschen um bis zu 40 Prozent reduziert werden. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Modellvorhabens war ein gezieltes Training der Kraft und des Gleichgewichtes.

( Auszug aus Die »Fünf Thuranos« Das Sturzrisiko reduzieren, Sven Krügerke,  pt_Zeitschrift für Physiotherapeuten, 2008)

 

Merkmale unseres Programmes zur Sturzvorbeugung

Es handelt sich um ein individuelles Training, für das der/die Trainierende im 1:1-Kontakt angeleitet wird.

Das jeweilige individuelle Trainingsprogramm wird auf der Grundlage der Leistungsfähigkeit des/der Trainierenden zusammengestellt, die dieTrainierenden nicht überfordern, aber einen deutlichen Trainingsreiz setzen.

Schwerpunkte des Trainings sind Kräftigungsübungen für die großen Muskelgruppen der unteren Extremität sowie individuell angepasste Gleichwichtsübungen.

Es findet eine regelmäßige Überprüfung des Trainingsfortschritts statt, woraufhin das Training erneut angepasst wird.

 

Zurück zur Übersicht